Wie Du am besten mit (unfreiwilligen) Veränderungen umgehst

Eine berufliche Veränderung ist fast immer mit Unsicherheiten und damit verbundenen Ängsten verbunden. Vor allem dann, wenn der Jobwechsel nicht aus eigenem Wunsch heraus erforderlich wird - z.B. im Rahmen von betriebsbedingtem Personalabbau - reagieren Menschen oftmals emotional und tun sich mit der Veränderung besonders schwer. Angst vor Arbeitslosigkeit sowie vor dem Unbekannten, wie Fusionierung, Umstrukturierung oder Standortveränderung machen sich im Gespräch bemerkbar und schwächen Ihre Stellung gegenüber dem zukünftigen Arbeitgeber bzw. dem neuen Chef oder Team.

Dieser Stressreaktion ist im ersten Moment ganz normal und sollte dich nicht davon abhalten nach vorne zu blicken. Es handelt sich bei Stress grundsätzlich um eine Anpassungs- und Aktivierungsreaktion des Körpers auf eine Veränderung in der Umgebung. Doch keine Sorge, Stress ist nicht automatisch negativ. Stress ist ein wichtiger Mechanismus des Körpers um mentale und körperliche Ressourcen zu mobilisieren. Ohne das Stresshormon Cortisol kämen wir gar nicht zum Handeln, Stress wirkt also auch positiv! Neben der Stressreaktion reagiert unser Körper auf negative Veränderungen zudem aufgrund des so genannten Neulandinstinkts. In den frühen Menschheitsstadien waren Umgebungswechsel (=Veränderung) in der Regel mit neuen lebensgefährlichen Faktoren verbunden. Auch wenn in einem neuen Bürogebäude oder hinter einer neuen Firmierung kein Säbelzahntiger auf uns lauert, so werden diese alten Gehirnareale doch auch heute noch bei Veränderungen aktiviert.

 

Wichtig bei einer neuen Situation die Stress bei dir hervorruft: Negative Emotionen wie Frustration oder Wut sind in der neuen Situation unangebracht und sollten lieber konstruktiv genutzt werden!

 

Was aber tun wenn du dich noch nicht bereit für einen Jobwechsel fühlst und an deiner alten Stelle hängst? Im vertraulichen Gespräch arbeiten wir deine Ängste und Sorgen gemeinsam auf und bereiten dich auf die neue Herausforderung vor. Wichtig ist dabei vor allem sich von dem persönlichen Tunnelblick zu lösen, der die stark negativen Gefühle hervorruft. Stattdessen gilt es den Fokus auf neue Chancen und Möglichkeiten zu legen und offen für die Veränderung zu sein! Vor allem wenn die Veränderung einen Stellenwechsel und einen erneuten Bewerbungsprozess mit sich bringt, ist neben der fachlichen Vorbereitung für ein Gespräch vor allem deine mentale Verfassung ausschlaggebend für den Erfolg des Jobinterviews.

 

Folgende Aspekte sind daher wichtig, um lösungsorientiert mit der neuen Situation umzugehen:

  • Die Perspektive ist entscheidend! Ersetze negative Gedanken durch positive Glücksinterventionen (Optimismus, Dankbarkeit, Freundlichkeit usw.).

  • Wohlbefinden erfordert Anstrengung! Veränderungen sind förderlich für die Weiterentwicklung und beugen Langeweile vor. Nur aktives Engagement macht langfristig glücklich, freue dich also über die Veränderung!

  • Die Vergangenheit beweist: Du bist Widerstandsfähig! Durch die Erinnerung an bereits gemeisterte Schwierigkeiten in der Vergangenheit förderst du das Vertrauen in dich und deine Resilenz.

  • Freue ich über die kleinen Veränderungen! Der neue Job ist näher an deiner Wohnung? Die Kantine bietet leckere Thementage? Der neue Chef hat eine angenehme Stimme? Es herrscht eine lockerere Kleiderordnung als bisher? Fokussiere dich sich auf das Gute in der neuen Situation!

  • Triff eine Entscheidung! Ewiges Hin- und Her macht mürbe und kostet viel Kraft. Wenn du dich in der neuen Situation tatsächlich nicht mehr wohl fühlst und keinen Ausweg siehst, zögere nicht wochenlang sondern triff eine Entscheidung wie es weitergehen soll!

  • Sei aktiv! Anstatt lediglich zu reagieren treten Sie der neuen Situation aktiv gegenüber und zeigen Sie, was Sie drauf haben! Stellen Sie Ihre Talente in den Fokus und nutzen Sie das unverbrannte Land um sich neu zu erfinden.

  • Sorge gut für dich! Nur wer sich selbst wertschätzt und sich gut um Körper und Geist kümmert, kann sicher auf äußere Umstände reagieren. Darum tu dir jeden Tag etwas Gutes!

Vorbereitung und ein Bewusstsein für die eigene geistige und körperliche Verfassung sind die halbe Miete oder nach Benjamin Franklin: „By failing to prepare, you are preparing to fail.”

 

Vereinbare noch heute dein persönliches Klarheitsgespräch um deine Blockaden zu erkennen und aktiv daran zu arbeiten. Eine konstruktive Analyse deiner mentalen Verfassung sowie limitierender Glaubenssätze ist die beste Grundlage, um gemeinsam an deinen "Baustellen" zu arbeiten und um dich sicher und selbst//bewusst im Vorstellungsgespräch bzw. der neuen Arbeitsumgebung zu präsentieren.

 

Erkenne, wie du innerliche Blockaden in individuelle Stärken umwandeln kannst und aus der zunächst unglücklichen Situation eine Chance für mehr beruflichen Erfolg, persönliche Verwirklichung und Weiterentwicklung machst. Warte nicht auf deine Karriere – mach Karriere!

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0