Wie unkonkrete Zielvorstellungen und mangelnde Reflexion die Jobsuche erschweren

Strichmännchen mit Fragezeichen über dem Kopf

Klar ist, du suchst einen neuen Job, der deinen fachlichen Interessen entspricht, bei dem die Rahmenbedingungen passen und nette Kollegen sind sowieso ein Muss. Aber was genau willst du? Hier setzt bereits das erste Problem der meisten Bewerber an. Ein Großteil der Menschen weiß zwar ganz genau was sie nicht wollen (nämlich das, was sie in Ihrem alten Job gestört hat), so eine klare Vorstellung von der neuen Traumstelle haben aber die wenigsten Jobsuchenden. "Ich möchte im Webumfeld arbeiten, mich im Java Umfeld weiterentwickeln und möglichst wenig Reisen." So oder ähnlich klingen oftmals die Vorstellungen meiner Bewerber, die sich für einen Job in unserem Unternehmen vorstellen. Fragt man aber dann nochmals intensiver nach, welche konkreten Ziele mit dem Jobwechsel verbunden sind, in welchen Themen man sich weiterentwickeln möchte und wieso gerade ein mittelständisches Unternehmen oder dann doch der Konzern die richtige Anlaufstelle ist, so geraten viele Kandidaten schnell ins Stocken oder verfallen ins planlose und nervöse Schwadronieren.

Das Problem: Man sucht einen neuen Job und hat 5, 10 oder 20 Bewerbungen diversen tendenziell interessanten Unternehmen zugeschickt, ohne sich überhaupt INTENSIV damit auseinanderzusetzen, welche KONKRETEN ZIELE man eigentlich verfolgt (und nein, ich möchte lediglich 5k € mehr im Jahr verdienen ist aus Personalersicht allein kein überzeugendes Ziel und sollte es vor allem auch nicht für dich sein).

Die Folge: Mit Müh und Not kann man einen Arbeitgeber mit deutlichem Fachkräftemangel überzeugen, es gemeinsam zu versuchen und nach einiger Zeit hängt man wieder im selben unzufriedenen Hamsterrad wie zuvor. Und weshalb? Weil man sich nie gezielt mit den eigenen Vorstellungen im Detail auseinandergesetzt hat und die eigene Karriere eher reaktiv (was bietet der Arbeitgeber) als proaktiv (WAS möchte ich WARUM möchte ich es und WIE bekomme ich es) vorantreibt.

 

Setze dich daher noch heute mit deinen persönlichen Zielen auseinander!

 

Das Wichtigste dabei: Überlege nicht nur, sondern schreibe deine Ziele auf!

In einer Studie der Harvard Universität wurde festgestellt, dass Teilnehmer die ihre Ziele schriftlich formuliert haben im Schnitt ein zehnmal höheres Einkommen aufwiesen, als die Teilnehmer, die sich nicht mit ihren Zielen auseinandergesetzt haben. Diejenigen, die ihre Ziele nicht aufgeschrieben haben, sich aber zumindest Gedanken dazu gemacht haben, verdienten immerhin noch dreimal so viel als die Gruppe ohne klare Zielsetzung.

 

Durch das Aufschreiben der Ziele verankerst du sie in deinem Bewusstsein und legst somit automatisch deinen Fokus darauf. Durch diese Fokussierung lenkst du deine Energie auf die gewünschte Zielvorstellung und setzt dich automatisch verstärkt für die Erreichung ein.

 

Wichtig bei der Definierung von Zielen ist die jeweilige Motivation hinter der Zielsetzung zu begreifen. WARUM möchte ich eine Beförderung/mehr Verantwortung/einen anderen Job...?

Ein ideales Ziel wird dabei SMART definiert:

  • Spezifisch (also genau formuliert)
  • Messbar (es gibt klare Anhaltspunkte für die Zielerreichung)
  • Attraktiv (das Ziel muss einen persönlichen Anreiz bieten)
  • Realistisch (nur was umsetzbar ist, kann auch erreicht werden)
  • Terminiert (wann - konkretes Datum - soll das Ziel erreicht sein)

 

Ich möchte dir helfen, dich mittels einer ganzheitlichen Potenzial-, Kompetenz- und Interessensanalyse mit deinen Stärken und Präferenzen auseinanderzusetzen um dich dann im Nachgang GEZIELT auf die RICHTIGEN Jobs zu bewerben. Verschiedene Kreativtechniken wie Mindmaps, Visionboards,  Brainwriting und Sparring bieten uns eine gute Hilfestellung um Ziele sowie deren Erreichungsmöglichkeiten zu identifizieren.. Das Schöne: Mit klar formulierten Zielen reichen in der Regel nur wenige stimmige Bewerbungen um eine Einladung zu erhalten anstatt sich auf Masse und Zufallstreffer zu verlassen.

 

Das ist doch einen Versuch wert!

 

Buchtipp:

Wenn du dich intensiver mit der Zielthematik auseinandersetzen möchten, so empfehle ich als Lektüre "Denke nach und werde reich. Die Erfolgsgesetze" von Napoleon Hill sowie den Buchklassiker "Ziele: Setzen. Erreichen. Verfolgen" von Brian Tracy.

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